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Von einem Arzt zum Anderen

 An einem 29. Oktober 1998 fand meine Motorradprüfung statt. Es war ein kalter regnerischer Tag. Da ich nicht mit meinen wuchtigen Shadow die Prüfung ablegen wollte, mietete ich mir kurz zuvor einen Roller. Um 12. 45 Uhr  begann die Prüfung, zu dritt( ein Experte und zwei Prüflinge)  fuhren wir ca. eine halbe Stunde durch Aarau. Danach ging es Richtung Strassenverkehrsamt zurück. Dort in der Nähe auf einer Nebenstrasse begannen wir nun mit den Manövern. Die erste Übung war eine acht zu fahren. Für beide von uns kein Problem, danach aber wurde die obligatorische Vollbremsung verlangt. Trotz meiner gelungenen Bremsung verlangte er eine zweite. Da es sehr stark regnete und windete wollte ich mich weigern, hatte aber den Mut nicht dazu. Also fuhr ich nun auf den Experten zu mit ca. 50 km/h, wie vorgegeben und bremste auf sein Zeichen hin ab. In diesem Moment rutschte ich auf der nassen Fahrbahn aus und fiel auf die linke Seite. Wir fuhren zum Strassenverkehrsamt zurück. Danach begab ich mich nach Hause und direkt zu einem Arzt, weil ich Schmerzen auf der linken Körperseite verspürte.

Dieser Arzt untersuchte mich auf Verletzungen, konnte aber trotz Röntgenbilder keine finden. Als die Schmerzen nicht nachliessen, suchte ich einen anderen Arzt auf Nr.2, welcher mich am 2. November 98 nochmals untersuchte, vergebens. Er meinte ich sei eine Simulantin. Trotz der starken Schmerzen in der Schulter arbeitete ich im Gastgewerbe weiter. Später wurde ich nach Aarau überwiesen, wo neue Röntgenbilder gemacht wurden. Diesmal stellte sich eine Kugelsplitterung in der Schulter fest. Daraufhin wurde ich zu 100 % Arbeitsunfähigkeit bis am 15. Februar 99 erklärt. Nach diesen drei Monaten befand ein Versicherungsangestellter, dass ich 75 % arbeiten könne. In einem Gastgewerbe als Geratin  beinahe unmöglich.

Wieder wurde ich zu einem anderen Arzt Nr.3 verwiesen, weil meine Schmerzen einfach nicht nachliessen. Dieser untersuchte mich daraufhin auf Nervenschäden in der Schulter, ohne Erfolg. Auch der nächste Arzt konnte mir nicht weiterhelfen. Erst der Arzt Nr.4 stellte bei mir einen Bänderriss fest. Am 23. August 00 wurde ich von ihm operiert. Danach musste ich 6 Wochen Tag und Nacht ein Gilet tragen um die Schulter zu schützen. Diese Zeit war sehr hart für mich, da ich mit einem Arm nichts machen konnte. Ich war immer auf Hilfe der anderen angewiesen. Zur selben Zeit musste ich in die Therapie. Dies war sehr anstrengend und schmerzhaft, meistens musste ich schmerzstillende Medikamente nehmen. Schon bald stellte sich heraus, dass die Operation nichts gebracht hatte. Trotzdem machten mir die Ärzte immer wieder Hoffnungen. Kurz darauf wurde ich zu Dr. Nr.5 verwiesen, auch er konnte mir nicht helfen. Erst bei Dr. Nr.6, meinem jetzigen Arzt, schöpfte ich wieder Hoffnungen, obwohl dieser Mediziner mir nichts versprach. Am 24. April 01 wurde ich zum zweiten mal operiert. Wieder musste ich nach der Operation ein Gilet tragen und eine Therapie besuchen.

Trotz des zweitens Eingriffes ist meine Schulter nicht 100 % belastbar und vor kurzem bekam ich eine starke Verspannungen von Nacken bis Rücken. Auch nach mehrmaligem massieren durch einen Arzt, wollte es nicht recht abklingen.

Im Juni besuchte ich den Reiki-Wochenend- Kurs bei Frau Gabriella Keller. Sie legte mir ihre Hand auf und seitdem kann ich meinen Arm wieder zu 100 % benutzen.

Gruss R.B